Deutsche Kamerun-Hilfe e.V. Deutsche Kamerun-Hilfe e.V.
Das Land


wird auch wegen seiner kulturellen, ethnischen, wie auch landschaftlichen Vielfalt als 'Afrique Minature' bezeichnet, und liegt im Westen Zentralafrikas. Einst galt dieses Land - dass elf mal so groß ist wie die Schweiz - im Kontext der afrikanischen Entwicklung, als Erfolgsgeschichte. Doch die Erwartungen einer rasch nachholenden Industrialisierung haben sich zerschlagen. Die Gründe sind so vielfältig wie dieses Land selbst, sowohl weltweite Wirtschaftsentwicklungen, wie auch innere Faktoren haben ihren Anteil daran. Die meisten Menschen leben dort von der Landwirtschaft, unter schwersten Bedingungen. So zusagen von der Hand in den Mund!

Trotz einer Schulpflicht ist etwa jeder vierte Kameruner Analphabet. Auch die Arbeitslosigkeit ist überdurchschnittlich hoch, so dass es kaum produktive Lebensinhalte und somit Perspektiven für die Menschen vor Ort gibt. Die Leere ihres Daseins führt sie bereits im jungen Alter in die Resignation.

In Europa sind vor allem die Musik [ Manu Dibango, Francis Bebey] und der Tanz [der aus Bafia stammt] bekannt, und die traditionell erstellten Holzschnitzereien. Aber auch der Fußball hat spätestens 1990 internationales Aufsehen erlangt, wo Kamerun bei der Fußball Weltmeisterschaft in Italien als erstes afrikanisches Land ins Viertelfinale einzog. Ein Sport der in Kamerun zu den beliebtesten Sportarten gehört.

Seit 1972 ist Kamerun eine Präsidialrepublik, dessen Staatsoberhaupt seit 1993 Paul Biya ist. Der Staat gliedert sich in zehn Provinzen, vergleichbar mit unseren Bundesländern. Die Hauptstadt ist Yaounde. Die Hauptsprache ist neben den unzählig vielen Dialekten und Stammessprachen, Französisch und Englisch.

Grün -
es bedeutet Waldreichtum und Hoffnung auf eine glückliche Zukunft

ROT -
das ist die Unabhängigkeit
Gelb -
verkörpert die Savannen

Der fünfstrahlige gelbe Stern auf dem roten Mittelstreifen der Fahne dokumentiert nationale Einheit.

"Wenn man nicht weiß, wohin man geht, sollte man wissen, woher man kommt."

Überlieferung Afrika

Bafia
ist nach Yaoundé und Mbalmayo die drittgrößte Stadt der Provinz Centre. Aber auch eine Etnie. Die Stadt befindet sich in 467 m Höhe und liegt ca. 130 km nördlich von Yaoundé. Offiziell (2005) leben in der Stadt rund 70.000 Menschen. Doch in den dazugehörigen Dorfgebieten leben noch weitaus mehr Menschen. Menschen, die von einem Tag auf den anderen sterben und niemand nach dem Warum fragt, denn keiner weiß es. Auch die uns so wichtigen Geburtsdaten sind oft nicht festgehalten worden und so kommt es vor, dass nicht jeder seinen wirklichen Geburtstag kennt. 1884 kam das Siedlungsgebiet der Bafia mit Kamerun unter deutscher Kolonialherrschaft. Und so gibt es auch heute noch einige Begriffe, die aus dieser Zeit stammen, wie das Wort Hammer, dessen Bedeutung hier wie dort die selbe ist. 1920 wurde das Gebiet von Bafia französisch. Trotz der relativen Größe ist Bafia vorwiegend von der Landwirtschaft geprägt, da es an Industrieansiedlungen fehlt. In der Stadt verfügt man über einen Flugplatz, der direkt an der Straße von Yaoundé nach Bafoussam liegt. Über die Grenzen hinaus bekannt sind die so genannten BAFIA Tänze, die die Menschen auch heute noch dort - nach jahrhundertealte Überlieferung - tanzen.